Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im Grundschultreff. Wenn Sie über etwas berichten oder eine Frage stellen möchten, können Sie das direkt nach der Registrierung tun und werden über Antworten per eMail benachrichtigt. Wenn Sie Webseiten verlinken, wird sich erst noch ein Moderator Ihren Beitrag anschauen, bevor er allgemein sichtbar wird. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Sonntag, 27. Februar 2005, 22:35

Lehrerin "mobbt" unseren Sohn (lang)

Hallo,

wir haben seit Wochen "Wahnsinnsprobleme" mit der Lehrerin unseres Sohnes (7).
Er geht in die erste Klasse.
Bei ihm wurde im Nov. letzten Jahres KIDD und eine damit verbundene Störung
der Wahrnehmung festgestellt. Seitdem ist er in ergotherapeutischer Behandlung
(INPP). Seine Wahrnehmungsstörungen äußern sich darin, dass unser Sohn im
Unterricht stört, die Arbeit einstellt oder nur das nötigste macht, andere
Kinder ärgert, ablenkt und frech zu der Lehrerin ist.
Die Lehrerin (so gute 50 J.) ist nun der Meinung, dass unser Sohn ADS hat und
entsprechende Medikamente (Ritalin o. ä.) in Verbindung mit einer engmaschigen
Verhaltens- und Familientherapie braucht.

Sie ignoriert schriftliche ärztliche Befunde, und glaubt uns nicht, dass wir zu Hause
so gut wie überhaupt keine Probleme haben. So bekam unser Sohn zum Halbjahres-
ende als einziges Kind der Klasse ein katastrophale Beurteilung mit Lern- und Förder-
empfehlungen, und dem Hinweis, dass alles besser sein könnte, wenn WIR ZU HAUSE
ETWAS TUN WÜRDEN!!! Die Lern- und Förderempfehlungen bezogen sich allerdings
ausschließlich auf psychiatrische Dienste.
Bei einem gemeinsamen Gespräch mit dem Rektor und dem Elternbeirat wurde
entschieden, dass die Lehrerin nun bis zu den Osterferien Notizen macht, die sie dem
Rektor gibt, der uns dann entsprechend über das Verhalten informiert. Das klappte in
Verbindung mit einem eingeführten "Belohnungssystem" zu Hause richtig gut.
Bis mich die Lehrerin wieder ansprach und unseren Sohn wirklich für "jedes Vorkommnis"
zum Buhmann machte.
Angeblich ist er schuld, dass ein anderes Kind nicht zur Schule möchte, weil die
Lehrerin mit ihm konsequenter umgeht, aber dieses Kind das nicht verarbeitet.
Sie hat sich so dermaßen auf unseren Sohn eingeschossen, der zugegebenermaßen
sehr lebhaft ist, dass sie gar nichts positives mehr anmerkt. Sie hat mir gegenüber
auch bestätigt, dass ein Klassen- oder Schulwechsel ihr sehr entgegen käme, da sie
schließlich 26 Kinder in der Klasse hat und sie nicht auf jeden speziell eingehen
kann/möchte. Bei einem Klassenwechsel spielt der Rektor (aus mir auch teilweise
verständlichen Gründen) nicht mit. Ausserdem möchte die Lehrerin schnelle
Behandlungsergebnisse sehen (wobei sie wieder die Medikamente ansprach).
Ein anderes Kind, das auch auffällig war, wurde auf Empfehlung der
Lehrerin entsprechend medizinsch-psychiatrisch und mit Medikamenten behandelt.
Dieses Kind läuft im Unterricht jetzt so in der Spur, wie die Lehrerin sich das wünscht.
Ihre „ADS-Diagnose“ rechtfertigt sie übrigens mit einer gemachten Fortbildung.

Hat hier im Forum vielleicht noch irgendjemand eine Idee, wie man mit dieser Frau
vielleicht doch noch auf einen Level kommt? Wir haben ihr wirklich alles, aber auch alles,
was an Kooperation möglich ist, zur Verfügung gestellt (Bücher, Informationen,
Vorschläge für den Unterricht, Telefonate mit Arzt und Therapeuten etc.) aber sie läßt
sich auf gar nichts ein und ignoriert oder dreht Dinge für sich so, wie sie sie gern hätte.
Und der Rektor hält sich weitestgehendst raus. Er ist zwar immer zu sprechen, aber
er wiegelt dann auch schnell ab – nach dem Motto: Ist doch alles gar nicht so schlimm“.
Wir sind mittlerweile absolut ratlos, da unserer Meinung nach das Verhalten der Lehrerin
diskriminierend und für uns demoralisierend ist, weil wir alles tun, um unserem Kind zu
helfen und die Lehrerin auch darüber informieren.
Ihr Kommentar: "Na, dann hoffe ich, dass das reicht."
Wie schon gesagt, vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp.

Ganz vielen Dank schon mal.
Viele Grüße
Ulla


Lena66

Erleuchteter

  • »Lena66« ist weiblich
  • »Lena66« wurde gesperrt

Beiträge: 5 110

Beruf: Lernbegleiterin, Mutmacherin

  • Nachricht senden

2

Montag, 28. Februar 2005, 07:45

Ich wollte, ich müsste das jetzt nicht schreiben, leider aber habe ich persönlich (wie im allgemeinen auch hier im Forum) noch nie erlebt, dass so einer KL anders begegnet werden könnte als mit Klassen- oder Schulwechsel.
Sie kommt nicht aus ihrer Rolle, entlässt euer Kind nicht aus der Rolle und euer Kind kommt daher auch nicht aus seiner Rolle.
Da schon "Protokoll" geführt wird, könnte sie sogar anstreben wollen, euer Kind an eine Schule für Erziehungshilfe zu überstellen - oder (so es keine gibt) an eine Schule für Lernhilfe (Sonderschule Förderschwerpunkt Lernen - so etwas habe ich hier gerade mit einem Kind durch...... )

Was ihr anregen könnt: eine "große Konferenz" in der Schule mit allen außerschulischen Fachleuten im Sinne eines Hilfeplangespräches....mit schrftl. Einladung an alle usw.

Sollte sie sich dem verweigern----> Stellung einer Dienstaufsichtsbeschwerde beim Schulamt---> auch das wird allerdings dazu führen, dass ihr euer Kind wohl aus der Schule nehmen müsst....

Wenn sich Lehrer nicht gerade erweislich beim sex. Missbrauch erwischen lassen oder dem Schlagen eines Kindes (vor erwachsene Zeugen), scheint die Amtsmacht, vom Staat verliehen, fast unbegrenzt.
Da haben Eltern fast nur noch eine Chance, wenn unter den Eltern Einigkeit herrscht, weil z.B. mehrere Kinder einer Klasse betroffen und man sich dann gemeinsam wehrt.

Niemand kann euch zwingen, eurem Kind gegen eure Überzeugung Ritalin zu verabreichen.
Leider sind sie aber in der Lage, euer Kind auch gg. euren Willen an die Förderschule zu bekommen.

Hilfreich für euch vielleicht noch die Seite.

www.emgs.de


LG silke

Siimone

Profi

  • »Siimone« ist weiblich

Beiträge: 674

Wohnort: NRW

Beruf: Sekretärin

  • Nachricht senden

3

Montag, 28. Februar 2005, 09:38

Warum ist der Direktor aus "verständlichen Gründen" gegen einen Klassenwechsel?
Ich sehe in eurem Fall auch keine andere Möglichkeit, um eurem Sohn noch eine wirkliche Chance zu geben.
Wenn sich Lehrer oder Erzieher in eine Richtung eingeschossen haben, dann ist eh in der Regel nichts mehr zu machen.
Schon um eurem Sohn einen Gefallen zu tun, würde ich ihn aus der negativen Umgebung rausnehmen.
Wäre denn ein Schulwechsel ein großes Problem?
In unserem Ort wechselte ein ADS-Kind den Kindergarten, weil auch die Erzieher und vor allem die Eltern der "braven" Kinder sich gegen das Kind stellten. Der Fall ging hier ziemlich durch die Presse, weil die Kindergartenleitung den Eltern empfahl den Kindergarten zu wechseln.
Es wurde lange kontrovers diskutiert. Letztendlich - traurig aber wahr- war es für den Jungen die beste Lösung, weil er in dem neuen Kindergarten ganz anders aufgenommen wurde und sich dann absolut positiv entwickelte.
Auch gibt es bei uns frei-christliche Schulen, die sich ziemlich gut mit ADS und sonstigen Wahrnehmungsstörungen auskennen und die Kinder entwickeln sich dort besser.
Sie bekommen einfach eine Chance und werden nicht abgestempelt, sondern man ist dort sehr bemüht, die Kinder in ihrem "Anderssein" anzunehmen und dies tut den Kindern wirklich gut.
Erkundige dich doch, ob es in deiner Umgebung keine andere Schule -evtl. auch privater Natur- gibt, in der dein Kind einfach besser aufgehoben ist.
Meiner Erfahrung nach, sind es oft auch die Eltern anderer Kinder, die Stimmung gegen ein Kind machen.
Eine andere Umgebung wirkt manchmal Wunder.

Alles Gute für deinen Lütten!

Siimone
Ein Schulterklopfen ist nur dein paar Rückenwirbel entfernt von einem Tritt in den Hintern,
ihm aber, was die Folgen betrifft, um Meilen voraus.
Victor Wilcox, USA

4

Montag, 28. Februar 2005, 09:57

Ich kann das, was Silke geschrieben hat, nur unterstreichen.
Ihr werdet die Lehrerin nicht ändern.

Zitat

Angeblich ist er schuld, dass ein anderes Kind nicht zur Schule möchte, weil die Lehrerin mit ihm konsequenter umgeht, aber dieses Kind das nicht verarbeitet.

Bei einen sensibeln 1. Klässler kann das schon sein. Mein Sohn hatte deswegen auch im 1. Schuljahr (unter anderem, da war noch viel mehr) große Probleme.
Wir hatten viel Arbeit damit, ihm klarzumachen, dass das nichts mit ihm zu tun hat, und er dann einfach weghören soll.

Zitat

Seine Wahrnehmungsstörungen äußern sich darin, dass unser Sohn im
Unterricht stört, die Arbeit einstellt oder nur das nötigste macht, andere
Kinder ärgert, ablenkt und frech zu der Lehrerin ist.

Das ist auch schwer für die anderen Kinder, und auch deshalb wird er von seitens der Schulkameraden leicht zum Aussenseiter werden.
Wenn ein Kind in dieser Rolle erst mal drin ist, kommt es kaum wieder heraus.

Dann ist er auch noch frech zu der Lehrerin. Sie ist in einer Altersklasse, in der sie das nicht akzeptieren kann. Sie darf es auch der anderen Kinder wegen nicht zulassen.

Wir erleben ähnliches, nur von der anderen Seite.
Bei meinem Sohn ist ein ADS-Kind in der Klasse.
Er ist so, wie du dein Kind beschreibst.
Und für die anderen Kinder in der Klasse ist es wirklich schwer. Sie verstehen nicht und fühlen sich nur gestört.
Dieser Junge ist auch frech zu seinem Lehrer. Der Lehrer hat wohl beschlossen, diese verbalen Angriffe einfach zu ignorieren. Das verstehen die anderen Kinder nicht. Sie lästern nun schon über den Lehrer, weil "der sich das gefallen lässt". Sie vermuten, der Lehrer habe Angst vor diesem Kind oder der Lehrer sei "ein Schwächling". Der Respekt der anderen Kinder leidet sehr.

Ich habe ständige Diskissionen mit meinem Sohn, dass er nicht frech sein darf, seine Arbeiten zu erledigen hat, sich diesen Jungen nicht zum Vorbild nehmen kann, auch nicht denken darf, wenn der das darf, dann darf ich das auch.

Es ist schwer für beide Seiten. Auch die Mitschüler leiden unter Umständen unter der Situation.
Deshalb wird es auch schwer werden, Mitstreiter zu finden.

Ich würde über einen Schulwechsel nachdenken.
Die Lehrerin hat sowas ja schon angedeutet und wird euch da sicherlich keine Steine in den Weg legen.
Eine kleinere Klasse und ein Lehrer/in die etwas mehr Erfahrung mit solchen Problemen hat wäre für alle Seiten gut.
Vieleicht wäre er in einer kleineren Klasse besser aufgehoben. Er würde weniger abgelenkt, der Lehrer hätte mehr Zeit für ihn. Weniger Stress für ihn und die Mitschüler.
Leider sind die Lehrer in großen Klassen nicht in der Lage, die Kinder so zu fördern, wie es sein sollte.

Zum Schluss noch eine ganz persönliche Frage: Ich kenne 2 Fälle dieser Art und beide Kinder sind sehr frech zu anderen Menschen, zu Hause aber nicht.
Woran liegt das? Verstehen kann ich das auch nicht.
So ganz leise denkt man dann doch manchmal: vieleicht bräuchte das Kind doch etwas mehr Erziehung. Nicht das ich das so sehe, aber ich kann verstehen, dass viele Eltern (und Lehrer)es so sehen.
Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel.

5

Montag, 28. Februar 2005, 10:44

Hallo,

mein Sohn hat zwar kein ADS oder Wahrnehmungsstörungen sondern eben anders gelagerte psychische Probleme.
In fremder, für ihn beängstigender Umgebung reagiert er auch mit Frechheit, was schlecht aufgenommen wird. Ich könnte es bildlich mir nur vorstellen, wie ein verängstigtes junges Fohlen, das ständig gegen die Umgrenzugen seines Stalls rennt und sich selber damit weh tut. sie geraten unter Stress, Druck, Angst, Reizüberflutung und reagieren über. Oder habt ihr schon mal verängstigte Schwerverletzte gesehen, die sich gegen die 1. Hilfe wehren? So ähnlich ist das.

Es ist ein gutes Zeichen, wenn sie zuhause nicht um sich schlagen müssen. Und ihre Angst und Panik mit Medikamenten zu dämpfen ist kein guter Weg. Bei der Reizüberflutung bei ADS sicher notwendig.
Aber sonst müssen die Kinder lernen, wieder ihren eigenen Gefühlen und Wahrnehmungen vertrauen zu können und merken, daß sie sich nicht verteidigen müssen sondern auch in der Schule in einem annehmenden Klima geborgen sind.

Das wird mit dieser Lehrerin nicht klappen.

Gruss
Lissi

6

Montag, 28. Februar 2005, 11:09

Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.

Das ist wohl das, was wir auch befürchten.

Einen Schulwechsel.
Der Rektor ist aus zwei Gründen gegen einen
Klassenwechsel. Wenn unser Sohn in eine andere
Klasse kommt, wollen andere Eltern das auch.
Der zweite ist, dass unser Sohn gehänselt werden
könnte - nach dem Motto - Du warst doch erst
in einer anderen Klasse, was willst Du jetzt bei
uns?

Wäre ein Schulwechsel denn so einfach durchzuführen?
Der Rektor sagte mir, dass das nur über das
Schulamt geht und er und der Rektor
der anderen Schule damit einverstanden sein müßten.
Ich weiß, das es dort kleinere Klassen und auch Kurse
zur Förderung der Wahrnehmung gibt.

Was ich nicht wußte und mich umsomehr beunruhigt ist,
dass man das Kind gegen unseren Willen zu einer
Förderschule schicken kann.

Ich denke, ich werde in einem der kommenden Gespräche
einen Schulwechsel anstreben und danke
Euch noch einmal sehr für Eure Antworten. Ihr habt
uns schon sehr weitergeholfen. Drückt uns die Daumen!
Viele Grüße
Ulla

Lena66

Erleuchteter

  • »Lena66« ist weiblich
  • »Lena66« wurde gesperrt

Beiträge: 5 110

Beruf: Lernbegleiterin, Mutmacherin

  • Nachricht senden

7

Montag, 28. Februar 2005, 11:20

"Was ich nicht wußte und mich umsomehr beunruhigt ist,
dass man das Kind gegen unseren Willen zu einer
Förderschule schicken kann. "

Das, liebe Ulla, weiß ich deshalb so genau, weil ich derzeit bis über beide Ohren in einem solchen Verfahren stecke und auch in diesem Augenblick ein unerfreuliches -wenn auch rechtswidriges- Schreiben neben mir auf dem Tisch liegt....
Diese "Rechtswidrigkeit" habe ich heute morgen bereits in mehrfacher Hinsicht bestätigt bekommen, die Eltern des Kindes hätten ALLEIN aber völlig hilflos davor gestanden und sich nicht zu wehren gewusst...
(dabei geht es auch um ein "gemobbtes Kind")

LG silke



Bablin

Profi

  • »Bablin« ist weiblich

Beiträge: 804

Wohnort: Niedersachsen

Beruf: lerntherapeutisch orientierter Unterricht - Mutter und Pflegemutter

  • Nachricht senden

8

Montag, 28. Februar 2005, 13:02

Zitat

Was ich nicht wußte und mich umsomehr beunruhigt ist, dass man das Kind gegen unseren Willen zu einer Förderschule schicken kann


Nein, das kann man nicht - jedenfalls nicht ohne langes Procedere mit Vorliegen sehr guter Gründe - auch nicht bei "hilflosen" Eltern.

Man kann allerdingsdie Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf in die Wege leiten was von Laien fäschlich des öfteren mit "auf die förderschule schicken" "zur Förderschule abschieben" gleichgesetzt wird ...

Bablin
Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf (afrikanischer Sinnspruch)

Lena66

Erleuchteter

  • »Lena66« ist weiblich
  • »Lena66« wurde gesperrt

Beiträge: 5 110

Beruf: Lernbegleiterin, Mutmacherin

  • Nachricht senden

9

Montag, 28. Februar 2005, 13:26

...möchte hier nicht wiederum "fallspez." diskutieren, aber jeder, der wissen möchte, wie es doch geht, kann mich anmailen.

Silke (die soeben in so einem Fall einen juristisch ausgefeilten Widerspruch formulierte...)

Siimone

Profi

  • »Siimone« ist weiblich

Beiträge: 674

Wohnort: NRW

Beruf: Sekretärin

  • Nachricht senden

10

Montag, 28. Februar 2005, 14:15

Wäre ein Schulwechsel denn so einfach durchzuführen?
Der Rektor sagte mir, dass das nur über das
Schulamt geht und er und der Rektor
der anderen Schule damit einverstanden sein müßten.
Ich weiß, das es dort kleinere Klassen und auch Kurse
zur Förderung der Wahrnehmung gibt.

Liebe Ulla,

ruf doch einfach mal beim Schulamt an und erkundige dich unverbindlich. Schildere denen die Situation genauso wie uns hier. Vielleicht kann dir das Schulamt ja auch eine Grundschule empfehlen, die sich ein bisschen auskennt.
Dann Kontakt aufnehmen zum Direktor der anderen Schule und genaus schildern, wie du es empfindest.
Dann klappt das ganze sicher.

Wir drücken euch die Daumen!

Siimone
Ein Schulterklopfen ist nur dein paar Rückenwirbel entfernt von einem Tritt in den Hintern,
ihm aber, was die Folgen betrifft, um Meilen voraus.
Victor Wilcox, USA

Eka

Anfänger

  • »Eka« ist männlich

Beiträge: 1

Wohnort: Schleswig-Holstein

  • Nachricht senden

11

Montag, 7. März 2005, 22:39

Hallo Ulla,

jetzt etwas kürzer! Mein langer Beitrag ist pötzlich verschwunden, bin wohl technisch zu unbegabt!

Was du über deinen Sohn schreibst, kommt mir mehr als bekannt vor. Mein Sohn ist inzwischen fast 11, hat Kiss, macht INPP und musste in der 2. Klasse die Schule wechseln, weil er psychisch am Ende war.

Viele Gespräche mit Lehrern, mit Therapeutin und vielen Fachinfos brachten gar nichts. Er wurde ausgegrenzt, bloßgestellt und wie ein Bösewicht bestraft. Sein Verhalten wurde immer schlechter.

Dass die anderen Kinder es nicht verstehen und sich ungerecht behandelt fühlen, wenn ein Kind anders behandelt wird (was gar nicht sein muss), hört man leider immer wieder. Auch "normale" Kinder ändern ihr Verhalten eher zum Positiven durch ein Belohnungssystem als durch Bestrafung.

Den Kindern könnte auch kindgerecht erklärt werden, dass dieses andere Kind anders wahrnimmt und dadurch manchmal anders reagiert, es auch viele gute Seiten hat und Akzeptanz noch viel nötiger braucht als andere Kinder, weil es sehr sensibel ist und selbst unter seinem Unvermögen sich zu steuern, leidet. Wenn dieses Kind abgelehnt und wie ein "schlechtes" Kind behandelt wird, dann ist wird es sehr traurig und kann sich ganz schnell zum Bösewicht entwicklen.

Ein wahrnehmungsgestörtes Kind braucht ebenso wie ein Kind im Rollstuhl verständnisvolle, hilfsbereite Mitmenschen.

Meinen Erfahrungsbericht findest du unter

http://www.emgs.de/downloads/erfahrungsberichterika.pdf

Die Lehrerin, die deinem Kind Ritalin antun möchte, sollte diesen Bericht einmal lesen

www.manmed.de/seiten/themen/manual/kinder/ads/ads_de.html

Schöne Grüße
Eka