Registriere Dich im Forum! Kalender Häufig gestellte Fragen Suche Mitgliederliste Moderatoren und Administratoren Startseite
Grundschultreff » Tipps, Rat und Hilfe » Teilleistungsstörungen/ AD(H)S » Anlauttabellen » Hallo Gast [registrieren|anmelden]
« Vorheriges Thema Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Antwort erstellen
Autor
Beitrag
19.06.2010, 11:24
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Anlauttabellen

Hallo,
wenn Kinder nicht nach der Anlauttabelle das Lesen und Schreiben lernen, weil sie eine auditive Wahrnehmungsstörung haben, was kann man da machen.
Ergotherapie, Logotherapie sind schon gelaufen und laufen noch weiter. Die Probleme bestehen darin, wenn er sich ein Wort aufbauen soll, z. B. Tomate dann wird daraus - tmat oder Hose - Hos. Eigentlich ist diese Methode genial, sie lernen das Lesen durch Schreiben, aber wenn diese Kinder Wahrnehmungsstörungen haben, was kann man dann machen?

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 01:07
Profil von Mrs. Vorhees Füge Mrs. Vorhees deiner Freunde-Liste hinzu Email an Mrs. Vorhees senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Mrs. Vorhees
Erstklässler



Dabei seit: Mai 2010
Wohnort: Bei meinem Mann und den Kids
Beiträge: 54
Mrs. Vorhees ist offline
 

ist es aber nicht so das diese Kinder nicht dennoch Dinge gerne lernen die sie interessieren???

Ich bin mir nicht sicher. Für Eltern ist es oft schwer wenn ein kInd was nicht versteht obwohl es doch so leicht zu seien scheint. Vielleicht spielerisch herausfinden wie er leichter lernt. Hat er ein gutes Gedächtnis oder mehr über Bilder. Und wenn man das heraus hat, ist es vielleicht leichter einen Lernweg zu finden. Ist leichter gesagt als getan.

Dieser Beitrag wurde von Mrs. Vorhees am 20.06.2010, 01:08 Uhr editiert.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 07:52
Profil von Nadja Füge Nadja deiner Freunde-Liste hinzu Email an Nadja senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Nadja
Erstklässler



Dabei seit: Dezember 2009
Wohnort:
Beiträge: 60
Nadja ist offline
 

Hallo Lotte,

diese Art von lauttreuem Schreiben (tmte, Hos) ist eine völlig normale Stufe des Leselernprozesses, die alle Kinder mehr oder weniger ausführlich durchlaufen!
In welcher Klasse ist dein Kind denn? Wenn es sich um einen Erstklässler handelt, dann mach dir keine Sorgen! Das ist eine völlig normale Entwicklung, die auch Kinder ohne Wahrnehmungsstörungen durchleben.
Was sagt denn die Lehrerin?

LG

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 12:02
Profil von anne Füge anne deiner Freunde-Liste hinzu Email an anne senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
anne
Viertklässler



Dabei seit: März 2005
Wohnort: NRW
Beiträge: 478
anne ist offline
 

Hallo,


es stimmt, dass es selbst Kindern mit guter auditiver Wahrnehmung manchmal schwer fällt beim Lesen- und Schreibenlernen die richtige Schreibweise zu treffen.
Denen kann man dann aber durch richtiges Vorsprechen, korrekte Betonung oder Tipps ("Bilde das Nomen, wie heißt das Verb zu dem Wort?" weiter helfen.
Bei einem Kind mit auditiver Wahrnehmungsstörung würde ich jetzt nicht davon ausgehen, dass es den Fehler in "liep" entdeckt, wenn ich das Wort "Liebe" ausspreche oder das Kind auffordere das zu tun...
(Mir fallen jetzt keine besseren Beispiele ein, aber gelegentlich macht meine 12-jährige noch solche Fehler, bemerkt die aber umgehend, wenn sie laut liest oder das Wort verlängert)
Wenn ein Drittklässler "Heckse" schreibt, finde ich das nicht unbedingt auffällig.
Aber tmte statt Tomate gegen Ende des ersten Schuljahres (oder noch später?) ohne zu merken, dass etwas nicht stimmt, finde ich auch bedenklich.
Lernen durch Schreiben ist eine gute Idee, aber wenn die Wörter falsch gelernt und nicht korrigiert werden, prägen sie sich auch falsch ein. (Darüber gab`s hier im Forum schon Diskussionen)

Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht hilft, die Wörter in Silben unterteilt auf Kärtchen zu schreiben, die aneinander gelegt werden müssen.
Also z.B. To - ma - te, um dem Kind die Möglichkeit zu geben, visuell zu erfassen, was es auditiv nicht mit- oder verarbeitet bekommt.
Wenn es hauptsächlich die Vokale sind, die vergessen werden, könnte man die vielleicht farbig makieren.
Was sagt denn die Logopädin/der Logopäde?
Der/dem müssten doch entsprechende Übungen bekannt sein.
Vielleicht gibt es auch Tricks aus dem LRS oder Legasthenie-Training, die helfen könnten.
Ich würd`mich mal auf den entsprechenden Internetseiten umgucken.

Gruß Anne


__________________
Lesen ohne Liebe, Wissen ohne Ehrfurcht, Bildung ohne Herz ist eine der schlimmsten Sünden gegen den Geist.
Hermann Hesse


Mutter von 2 Kindern. 11. u. 6. Klasse

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 12:03
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Anlauttabelle

Hallo !!
Vielen Dank für eure Nachrichten. Also dieses Kind ist in der 1. Klasse, es ist schon ein Förderausschuss gelaufen, mit dem Ergebnis, dass das Kind die Klasse nochmal machen soll. Ein IQ-Test ist auch schon gelaufen =81, grenzwertig, oder ?
Also, ich finde es beängstigend, wenn ein Kind Ende erste Klasse nicht Hose, Tomate etc. das sind lautgetreue Wörter, schreiben kann, ganz zuschweigen vom Lesen.
Er bekommt von der Lehrerin Hausaufgaben auf, er soll Wörter nachschreiben, wie ein, ist, der, das ... Das macht er auch, aber er kann sie nicht lesen.
Wir haben ihm die Bilder von der Anlauttabelle abkopiert, also z. B. Wörter, wie Hose - Hexe - Ofen-Sonne- Esel. Also die Anlaute kann er erkennen, aber das Wort nachher lesen, ist eine Quälerei. Bei Wörtern,die er schon kennt, geht es, aber neue Wörter...... grrrr!!! Ganz schlimm ist es auch bei den Endungen "en", also nicht Hose, sondern Hosen, da hört er das "e" gar nicht raus. Es wird also immer Hosn.
In Mathe ist er nicht einmal im 10ner Raum sicher, wir haben schon alles versucht, aber so richtig weiter kommen wir nicht.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 12:09
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Hallo Anne

Hallo Anne,
vielen Dank für deine Nachricht. Mit Silbenkärtchen haben wir es auch schon versucht. Er legt sie wahllos aneinander und kann keine Wörter bilden. Was wir versuchen können, dein Vorschlag, die Vokale bunt anzumalen, das ist eine gute Idee, wir werden es ausprobieren.
Danke für den Tipp.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 14:24
Profil von stranger Füge stranger deiner Freunde-Liste hinzu Email an stranger senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
stranger
Klassensprecher



Dabei seit: August 2005
Wohnort: NRW
Beiträge: 639
stranger ist offline
 

Hallo Lotte,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

Nun, ich habe keinerlei Erfahrung mit Kindern mit auditiver Wahrnehmungsstörung. Wenn er aber die Vokale nicht hört, dann könntet ihr vielleicht erst einmal daran arbeiten, dass er sich die Vokale ansieht. Ich meine hier nicht die geschriebenen Vokale, sondern wenn er in einen Spiegel spricht, kann er sehen, dass sein Mund sich ganz anders formt, je nach dem, welchen Vokal er spricht. Außerdem, wenn er die Hand an den Kehlkopf legt beim deutlichen Sprechen, wird er feststellen, dass beim Sprechen der Vokale der Kehlkopf vibriert.

Also, ich stelle mir einen Mix von Silben mit Fühlen und Sehen vor. Grundsätzlich klar sein muss schon einmal, dass jede Silbe einen Silbenkönig braucht (Vokal). Der muss irgendwo summen/vibrieren. Beim Schauen können wir rausfinden, wie der Mund verändert wird, um den Vokal zu bilden. Mach die Übungsreihen nicht zu lang und versuche, vor allem lustige Worte zu finden, damit dein Kind auch ein bisschen Vergnügen dabei hat. Und vielleicht darf er "ausnahmsweise" auch mal Schimpfworte mit reinnehmen. Oder selbst Worte ausdenken. Wichtig ist ja erst einmal, dass ihm klar wird, dass die Worte alle Vokale haben.

Die auditive Wahrnehmung wird im Übrigen auch bei Lerntherapeuten geübt, in diesem Bereich muss es eigentlich Material geben, dass dir dabei helfen kann.

LG
stranger


__________________
Geh deinen Weg, nimm soviele mit wie du kannst und lass nur den zurück, der zurückbleiben will!

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

20.06.2010, 20:57
Profil von SHP Füge SHP deiner Freunde-Liste hinzu Email an SHP senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
SHP
Viertklässler



Dabei seit: Juni 2009
Wohnort:
Beiträge: 394
SHP ist offline
 

Hallo Lotte,
ich habe eine Tochter mit einer auditiven Wahrnehmungsstörung. Bei ihr ist es aber eher so, daß sie Probleme mit der Konzentration hat, wenn sie in einem Raum mit lauten Umgebungsgeräuschen ist und sich dann auf eine Stimme konzentrieren soll. Sie hört "richtig"- es strengt sie nur mehr an, und dann geht die Konzentration schneller flöten...

Sie lernte mit der Anlauttabelle schreiben, diese Schreibfehler wie "liep" oder "Hosn" machte sie auch- aber ihre beiden Schwester ohne die Störung ebenso.

Jetzt ist sie am Ende von Klasse 5, und es gibt einige Fehler, die sie immer noch macht: "Körber" statt "Körper", sprich: ähnliche Laute werden verwechselt. Aber nur, wenn sie nicht "total konzentriert" ist. Man merkt es daran, daß diese Wörter, wenn sie in einem Text mehrfach vorkommen, anfangs richtig geschrieben sind, gegen Ende aber falsch

Sie nimmt an einem Konzentrationstraining in einem lerntherapeutischen Institut teil, das hat schon gute Erfolge erzielt.

Ihr hat übrigens dieses "Verlängern" ( Lieb- Liebe) sehr geholfen.

Ich kenne die Probleme, die Du beschreibst, von unserer Tochter nicht- nun gibt es ja bei Wahrnehmungsstörungen auch verschiedene Ausprägungen.

Wie war es denn vor der Schule? Verlief die Sprachentwicklung normal, war er schon mal beim Logopäden? Die müssten da auch weiter helfen können- gerade solche Übungen, wie stranger beschreibt, laufen da schon im Vorschulalter.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

21.06.2010, 20:24
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Anlauttabelle

Hallo stranger,
danke für deine Nachricht. Dem Jungen ist klar, dass es in einer Silbe (Silbenboot) immer ein Silbenkapitän gibt. Er kennt alle Selbstlaute und Mitlaute, kann sie schreiben und lesen - einzeln - . Er ist in der Logopädie und z.Zt. auch in der Ergo. Vielleicht sollte man ihm einfach die Zeit geben, dass diese beiden Therapien greifen, oder besser gesagt, Erfolg zeigen, dass man dann besser mit ihm arbeiten kann.
Lerntherapeuten gibt es hier nicht, sind alle zu weit weg und wenn es welche gibt, dann sind sie unbezahlbar. Ich wohne hier im nördl. Brandenburg (fast unbesiedeltes Land), weit und breit nur gute Luft und viel Landschaft. Naja, wenigstens etwas.
Ich habe manchmal ehr das Gefühl, dass er es vom Kognitiven her nicht schafft, die Laute zu verbinden. Ist so ein Gefühl.
Nochmals danke für deine Nachricht.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

21.06.2010, 20:34
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Wahrnehmungsstörungen

Hallo SHP,
erst dir auch einmal vielen Dank für deine Tipps. Sag mal, hatte deine Tochter denn am Ende der ersten Klasse immer noch massive Fehler gemacht, Hosn, also ich meine bei den lautgetreuen Wörtern ? Ich finde es sehr bedenkenswert, oder ???
Der Junge hat auch eine sehr niedrige Konzentrationsspanne von ca. 5-10 Minuten und dann ist Schluss.
Noch einen Tipp für deine Tochter, die manchmal b un p verwechselt, ich habe meinen Kindern immer gesagt, such dir ein Wort, dass du magst und das du behalten kannst, z.B. P wie Puppe und B wie Bär. Wir sprachen dann nicht mehr über b oder P sondern über Bär und Puppe, das war einerseits witzig und andererseits konnten sie sich das besser merken.
Wie kommt denn deine Tochter jetzt klar, hast du schon mal einen Legasthenietest machen lassen? Oft sind ja Wahrnehmungsstörungen Ursache einer LRS.
Danke nochmals!!!

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

22.06.2010, 17:11
Profil von SHP Füge SHP deiner Freunde-Liste hinzu Email an SHP senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
SHP
Viertklässler



Dabei seit: Juni 2009
Wohnort:
Beiträge: 394
SHP ist offline
 

Hallo Lotte,
einen Legasthenietest haben wir nicht machen lassen- sie schrieb ganz ordentliche Diktate, und hatte ab Klasse 3 eine 2 in Deutsch. Auch jetzt noch, in Klasse 5, sind die Leistungen in Ordnung. Sie ist an einer IGS, da gibt es bis Klasse 8 keine Noten, nur allgemeine Beurteilungen. Sie liegt da im oberen Bereich- alle Arbeiten, auch Diktate, sind mit zu erreichenden Punkten versehen, von 100 schafft sie meist 90. Also alles im grünen Bereich. Sie liest auch gern und viel. Englisch zu lernen fiel ihr nicht schwer- sie mag es zwar nicht, kriegt es aber hin

Sie hat diese Fehler am Ende von Klasse 1 noch gemacht, ja...aber, es hieß seitens der Lehrer immer, das sei dann noch normal. Obwohl ich das auch befremdlich fand

Sie musste immer etwas mehr üben als ihre Schwestern, bis ein Wort richtig "saß"- und die Konzentration, die war auch immer ein Problem.

Ich denke mal, man sollte wirklich gucken, was die Logopädie und die Ergotherapie bringen- das dauert ja auch immer seine Zeit, bis sich richtige Erfolge zeigen. War zumindest bei meiner Mittleren so- ich hab schon befürchtet, dieses Kind würde niemals fehlerfrei sprechen lernen

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

22.06.2010, 17:42
Profil von Gaby2 Füge Gaby2 deiner Freunde-Liste hinzu Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Gaby2
Student



Dabei seit: März 2007
Wohnort: Kärnten, Österreich
Beiträge: 1477
Gaby2 ist offline
 

Hallo Lotte!

Mein Töchterchen hat bei der Legasthenietherapie viel damit geübt, vielleicht hilft das Söhnchen auch ein bisschen:
http://www.amazon.de/Marburger-Konzentra...d_bxgy_b_text_b
http://www.veris-direct.de/shop/product_...?products_id=58
http://www.liloslesewelt.info/?pagename=schueler-cd-rom-1
http://www.amazon.de/Bessere-Schulerfolg...77221269&sr=8-2

Liebe Grüße

Gaby


__________________
Gemeinsam sind wir unausstehlich und Lächeln ist die beste Art seinen Feinden die Zähne zu zeigen!

Dieser Beitrag wurde von Gaby2 am 22.06.2010, 17:46 Uhr editiert.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

22.06.2010, 19:06
Profil von Nadja Füge Nadja deiner Freunde-Liste hinzu Email an Nadja senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Nadja
Erstklässler



Dabei seit: Dezember 2009
Wohnort:
Beiträge: 60
Nadja ist offline
 

Logopädie und Ergotherapie können sicher hilfreich unterstützen!
Aber auch wenn es hier andere Meinungen gibt: Das was du bei deinem Kind beschreibst ist eine völlig normale Entwicklungsstufe im Schriftspracherwerbsprozess. Diese Entwicklung läuft nun einmal nicht bei allen Kindern im gleichen Tempo ab, manche brauchen etwas länger! Vor allem dann, wenn dein Kind sowieso eine auditive Wahrnehmungsstörung hat. Gib deinem Sohn noch ein bißchen Zeit, das ist alles im Rahmen!
(Übrigens: Hosen ist keineswegs ein lauttreues Wort... Spricht man das "E" sehr deutlich, ist die Aussprache nicht mehr natürlich)
Es schadet sicher nicht, sich mal in Richtung verschiedener Förderangebote auch in Richtung LRS/Legasthenie umzuschauen, trotzdem: Nicht panisch werden und nicht zu viel Druck aufbauen! Wie gesagt, zeitlich ist das im Rahmen, es gibt auch Kinder, bei denen "klickt" es "erst" im zweiten Halbjahr des zweiten Schuljahres.

Dieser Beitrag wurde von Nadja am 22.06.2010, 19:08 Uhr editiert.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

22.06.2010, 20:12
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Liebe Grüße an "Alle"

Vielen Dank für eure Ratschläge, ich werde mal sehen, was ich davon umsetzen kann.
Aber trotzdem finde ich schon, dass ich mir Sorgen machen muss, die anderen Kinder sind alle schon wesentlich weiter und er humpelt nicht hinterher, er ist irgendwo stehen geblieben. Wisst ihr, wenn man wenigstens kleine Fortschritte sehen würde, aber ....., da kommt nichts.
Ich werde einiges mal ausprobieren, natürlich stressfrei, klar. Ich denke, das ist erst einmal das Wichtigste. Eigentlich sollte ja jedes Kind Freude am Lernen haben, aber wenn diese Kinder merken, sie kommen nicht mit, machen alles falsch und hinken ständig hinterher, was dann... Wir versuchen schon seine Stärken zu stärken und im Vordergrund zu setzen und ihm immer wieder Mut zu machen sowie die Übungszeit zu begrenzen.
Lotte

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

22.06.2010, 21:19
Profil von miaa Füge miaa deiner Freunde-Liste hinzu Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
miaa
Student



Dabei seit: Dezember 2007
Wohnort: Irgendwo
Beiträge: 1254
miaa ist offline
 

Hallo Lotte

Die Entwicklung von Kindern läuft nicht linear sondern in Schüben ab. Da ist ein vermeintlicher Stillstand oft nur das Anhalten vor dem Sprung.

Zitat:
Original von Lotte
aber wenn diese Kinder merken, sie kommen nicht mit, machen alles falsch und hinken ständig hinterher, was dann...


Was meinst du mit 'diesen Kindern'
Das klingt nach Schublade, sorry.
Vielleicht hast du Lust, mal was über den Pygmalion-Effekt nachlesen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenthal-Effekt

lg miaa

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

23.06.2010, 07:57
Profil von zanadu Füge zanadu deiner Freunde-Liste hinzu Email an zanadu senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
zanadu
Neuling



Dabei seit: Januar 2008
Wohnort: Elmshorn
Beiträge: 8
zanadu ist offline
  IntraActPlus

Hallo, mein Sohn hat auch eine AVWS. Wir haben ganz tolle Ergebnisse mit dem

Lesen und Rechtschreiben lernen: nach dem IntraActPlus-Konzept von Fritz Jansen, Uta Streit, und Angelika Fuchs (Loseblattsammlung - 27. Juli 2007)
für EUR 24,95.

Das System hat uns, unsere Ergotherapeutin emfohlen.
Da bekommst du einen ganzen Ordner mit denen du das Lesen und Schreiben üben kannst.
Außerdem sehr interresant "positive Lernen ". vom gleichen Autor.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

23.06.2010, 09:03
Profil von toto35 Füge toto35 deiner Freunde-Liste hinzu Email an toto35 senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
toto35
Erstklässler



Dabei seit: Dezember 2008
Wohnort:
Beiträge: 52
toto35 ist offline
 

Hallo,
unser Sohn hat ADHS und eines von seinen Problemen damit ist die auditive Wahrnehmung - diese Kombination gibt es ganz, ganz oft.

Dennoch liest er sehr gut und auch das Schreiben geht besser als gedacht. Lesen ist aber besser als schreiben. Beim Schreiben sagt er manchmals zu mir "das hört sich alles gleich an". Ihm hilft, wenn er das Wort nochmals langsam vorgesprochen bekommt, dann ist es meist richtig geschrieben von ihm.

Viel hilft ihm auch, daß sie Lehrerin von Anfang an Wert darauf legt, das die Wörter richtig geschrieben sind. Inkl. Groß- und Kleinschreibung und Doppelbuchstaben. Sie hat sich von anfang an geweigert dieses "Schreiben wie man es hört" zu lernen und heute (er ist im 1. Schuljahr) sehe ich, daß es genau die richtige Methode für meinen Sohn ist.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

23.06.2010, 09:16
Profil von Lotte Füge Lotte deiner Freunde-Liste hinzu Email an Lotte senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Lotte
Neuling



Dabei seit: Juni 2010
Wohnort:
Beiträge: 7
Lotte ist offline
  Schublade?

Hallo miaa,
vielen Dank für deine Mail. Übrigens kenne ich den Effekt. Möchtest du damit sagen, dass ich "dieses Kind" schon vorher in eine "Schublade: Der lernt es sowieso nicht " gesteckt habe?
Lotte

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

23.06.2010, 12:22
Profil von miaa Füge miaa deiner Freunde-Liste hinzu Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
miaa
Student



Dabei seit: Dezember 2007
Wohnort: Irgendwo
Beiträge: 1254
miaa ist offline
 

Hallo Lotte

Zitat:
Original von Lotte
vielen Dank für deine Mail.



Du solltest keine mail von mir bekommen haben. Ich habe nur hier im thread geantwortet.

Zitat:
Original von Lotte
Möchtest du damit sagen, dass ich "dieses Kind" schon vorher in eine "Schublade: Der lernt es sowieso nicht " gesteckt habe?



So etwas rein mit Hilfe geschriebener Beiträge zu diagnostizieren, ohne die betreffenden Personen zu kennen, wäre sicher unseriös. Ich bin kein Hellseher.

Mir fiel nur in deinen Beiträgen auf, dass meinem Gefühl nach relativ häufig rüberkommt: Das kann er immer noch nicht, sowieso nur.. diese Dinge, obwohl du von Vielen hier hörst, dass manche Dinge, die du beschreibst, so ungewöhnlich nicht sind.

Das kann natürlich ganz andere Gründe haben, unter anderem die Vermeidung versehentlich irgendeine Anonymität zu verraten oder ähnliches - muss also überhaupt nichts bedeuten.

Als Mutter eines früher ebenfalls mit Legasthenie und einer Wahrnehmungsstörung diagnostizierten Kindes,
weiß ich, wie wichtig es zumindest für unser Kind war, dass wir uneingeschränkt an es geglaubt haben und ja- auch mal etwas schöner geredet haben, als es vielleicht manchmal war.

Ein niedriger IQ-Testwert in bestimmten Bereichen ist häufig durch die Wahrnehmungsstörung bedingt. Die Intelligenz selbst können sie ja nicht messen.
Wenn für ein Kind immer wieder rüberkommt, dass ihm gute Leistungen oder sogar Spitzenleistungen gar nicht zugetraut werden, weil es auf einen in einem einzigen IQ-Test erzielten Wert 'festgelegt' (reduziert) wird, kann das u.U einen Self-fulfilling prophecy Effekt haben. Deshalb der Verweis auf den Rosenthal-Effekt.

Wie gesagt, das alles muss für eure Geschichte überhaupt nicht passen und du kannst es einfach überlesen, wenn es dir nichts bringt.

Es ist so, dass jede zusätzliche Maßnahme die man unternimmt, damit ein Kind ein bestimmtes Ergebnis *in time* erreicht, auch suggeriert, dass es dieser bedürfe. Und nicht immer stimmt das auch.

lg miaa

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

23.06.2010, 19:52
Profil von SHP Füge SHP deiner Freunde-Liste hinzu Email an SHP senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
SHP
Viertklässler



Dabei seit: Juni 2009
Wohnort:
Beiträge: 394
SHP ist offline
 

Mir hat mal ein Kinderarzt gesagt, ich dürfe nie darauf schauen, was meine Tochter noch nicht kann. Das täten alle Anderen schon zu Genüge. Wichtig sei, daß wir als Eltern immer drauf gucken würden, was sie alles s c h o n kann....

Naja, und das Ergebnis des IQ-Tests- nimm es nicht soo ernst.

Je jünger das Kind, umso mehr schwanken diese Testergebnisse. Bei Tochter Nr. 2 war von 67 über 101 und 143 schon alles dabei Das ist einfach zu sehr von Konzentrationsfähigkeit und Tagesform abhängig. Ein seriöser "Tester" weiß das auch und berücksichtigt sowas bei der Interpretation.

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

01.07.2010, 12:18
Profil von Hannibal Füge Hannibal deiner Freunde-Liste hinzu Email an Hannibal senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
Hannibal
Neuling



Dabei seit: Juli 2010
Wohnort:
Beiträge: 5
Hannibal ist offline
 

Hallo Lotte,

achte mal darauf wie dein Sohn die Buchstaben ausspricht. Wird buchstabiert oder lautiert?

Spricht er b - be

Wenn er buchstabiert ist für ihn der zweite hörbare Buchstabe (Mitlaut) beim Schreiben für ihn schon vorhanden.

Gleiches gilt für:
be, ce, de, ef, ge, ha, ka, el, em, en, pe, er, es, te, vau, we, ix, zet

Um dein Beispiel aufzugreifen: Hosen - Hosn - das e ist für ihn vorhanden (en)

Beispiel: Hase -Hse - das a ist für ihn vorhanden (ha)

Ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen.

Ansonsten versuch es mal mit der CD-Rom ABC der Tiere vom Mildenberger Verlag. Demo CD-Rom steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.


Liebe Grüsse
Hannibal

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

03.09.2010, 19:23
Profil von leichtlesen Füge leichtlesen deiner Freunde-Liste hinzu Email an leichtlesen senden Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen
leichtlesen
Neuling



Dabei seit: September 2010
Wohnort:
Beiträge: 2
leichtlesen ist offline
 

Hallo Lotte,

Dein Kind wurde mit " Lesen durch Schreiben" unterrichtet.
Diese Methode ist für viele Kinder eine Katastrophe, da sie die natürliche Wahrnehmung nicht berücksichtigt.
Da mein Großer auch Problem hatte, habe ich jetzt eine "Hausmethode" entwickelt. Lies dich dort ein und du wirst das Passende für dein Kind finden.
Versuche es immer mit Spielen, aber nie mit Zwang.
Lass dein Kind entscheiden, wie es üben will.

Viel Erfolg!

leichtlesen www.lesen-lernen.info

Schau auch mal hier rein.

www.grundschulservice.de

Diesen Beitrag einem Moderator melden   IP Adresse   Zum Anfang der Seite springen

  « Vorheriges Thema
  Antwort erstellen
Gehe zu:

Empfehlen Sie uns weiter | Grundschultreff auf Ihrer Website | Impressum

Powered by: Burning Board 1.1.1 © 2001 WoltLab GbR