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Ah, jetzt check ich's. Das ist ein bisschen wie die Suzuki-Methode beim Geige lernen.
Das ist so ein Programm, bei dem es einen ganz strengen Lehrgang (mehrer Bücher) gibt, mit vielen, vielen kleinschrittigen Übungen, die ganz elementar anfangen. Z.B lernt Kind als erstes sein Instrument zu nehmen und wieder abzulegen. Gespielt wird noch nicht.. Man macht mit jeden Kind jede Übung in genau der gleichen Reihenfolge durch und dazu gibt es auch diese Orchesterstunden, bei denen alle mitspielen, egal auf welchem Stand sie sind.
Ich habe mal einen Kollegen gehabt, der danach unterrichtet hat und da Experte war. Er war total nett, seine Methode war aber etwas verpönt im Kollegium.
Ich stelle es mir (für mich) ziemlich langweilig vor danach zu unterrichten, denn das Spannende ist ja gerade, das man es immer etwas anders macht. Auch könnte ich mir vorstellen, dass ich ein Problem mit Übelkeit bekommen würde, wenn ich jahrelang so vorbestimmt immer die gleichen Stücke unterrichten müsste.
(Das sogenannte Weihnachtslieder-Syndrom )
Wie jetzt die Ergebnisse sind und ob man das auf die Mathe-Methode übertragen kann, weiß ich nicht.
Mein Eindruck war, dass es eine relativ sichere Methode sein kann, mit ständiger Arbeit ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen (und das sogar bei Kindern, die z.B Trisomie 21 haben) wie auch - bitte nicht übelnehmen - aus asiatischen Ländern sehr viele Talente kommen, die technisch eine Menge drauf haben und viel mehr können, als nach europäischen Methoden unterrichtete Kinder, aber - es fehlt irgend etwas. Und es ist eben manchmal, meine persönliche Meinung, gerade das in unserer Kultur am meisten Geschätzte, das fehlt. Die wirklich eigene unverwechselbare Kreativität, das so gar nicht austauschbare, Eigenständige.
Bei allem Respekt vor dem beachtlichen Können.
Es zäumt das Pferd ein bisschen vom Schwanz her auf.
Also so, dass die Kinder ganz viel technisches Können erlangen und auch weiter kommen, als es Kinder mit dem Talentniveau schaffen würden, falls das jemand versteht, was ich damit meine. Unsere Kinder kommen erst gar nicht so weit, wenn die Begabung nicht so da ist. Dafür haben es bei uns die Kinder, die weiter kommen, aber auch 'richtig drauf' und sind aus eigener Kraft dahin gekommen. Und es gibt nicht dieses 'komische leere Talent', das viel technisches Können hat und man hat das seltsame Gefühl, dass es irgendwie austauschbar ist.
Kumon scheint das Pendant zu der Suzuki-Geigenmethode zu sein, richtig?
lg miaa
Dieser Beitrag wurde von miaa am 28.06.2010, 23:21 Uhr editiert.
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